Puppenspiele

Märchenspiele an der Rudolf-Steiner-Schule Schwabing

Warum spielen wir Märchen?

Echte Märchen entstammen einem Jahrtausende alten Kulturgut aller Völker dieser Erde. Echte Märchen sind Erinnerungen an ein Schauen in die geistige Welt. Sie erzählen uns in bildhafter Sprache von den Geistwesen in der Natur, von der Entwicklung der Seele und von der Entwicklung der Welt.

Wenn Kinder ein Märchen hören, leben und leiden sie mit dem Helden, vor dem oft ein unbekannter, beschwerlicher, gefahrvoller Weg liegt. Sein Weg wandelt ihn, und am Ziel findet er ein neues Königtum. Dies mit zu erleben stärkt die Kinderseele, es macht Mut, es gibt Lebensfreude -es bildet ein Organ für die Wahrheit, für das, was gut ist und was böse, gerecht und ungerecht, und für das, was wesentlich ist.

Die Marionetten-Spiele

Die Märchen-Marionettenspiele werden in der Regel auf Guckkasten-Bühnen gespielt, das heißt, die Spieler sind für die Zuschauer nicht sichtbar. Diese Spielweise ist für Kinder frühestens ab dem 5. Lebensjahr zu empfehlen. Auch dauern diese Spiele 45 bis 60 Minuten ohne Pause.

In unseren Spielen liest ein Erzähler den undramatisierten Originaltext. Die Musik wird auf Instrumenten gespielt, die dem Charakter des jeweiligen Märchens entsprechen. Das Bühnenbild hält sich in Form und Farbe zurück, nur das Wesentliche wird gezeigt, denn das Kind soll das Bild auf der Bühne zu einem eigenen inneren Bild ergänzen können.

Wir bemühen uns, die Figuren so zu gestalten und zu führen, dass sie in ihrer Aussage für die Kinder glaubwürdig sind. Denn etwa die Königstochter im Märchen entspricht ja nicht einer historischen Prinzessin, sondern steht bildhaft für Vollkommenheit und Reinheit, sie verlangt also eine besondere Gestaltung. Sprache und Musik, Form und Farbe der Darstellung sowie das Licht sollen eine Einheit bilden und ganz dem inneren Erleben des Zuschauers dienen.

Die Tischpuppenspiele

Die Tischpuppenspiele werden für Kinder ab dem 3. Lebensjahr, für Kindergartenkinder aufgeführt. Die "Bühne", ein Tisch, zeigt eine Landschaft, die mit Seidentüchern und Naturmaterialien schlicht gestaltet ist. Die Puppen und Tiere sind meist aus ungesponnener Schafwolle gearbeitet. Der Spieler - Erzieher aus den Waldorf-Kindergärten oder ausgebildete Eltern -  steht hinter dem Tisch und führt die Figuren sichtbar für den Zuschauer, ruhig, ohne aufwändige Bewegungen.

Die Märchen oder Geschichten werden vorgelesen. Die Sprache ist bildhaft und wird vom Kind stark wahrgenommen durch viele Verse und Reime und durch die Wiederholungen.

Musikalisch begleitet eine pentatonische Kinderharfe oder eine Kantele. Diese zarten Saiteninstrumente bringen die Kinder zur Ruhe, verhelfen zum harmonischen Atmen, öffnen den Weg in die Phantasie und verleihen dem Märchenspiel die besondere Stimmung.

Die einfachen, ansprechenden Märchenbilder sind für die Kinder nachvollziehbar und hinterlassen tiefe Eindrücke in ihren Seelen. Tischpuppenspiele kommen dem Bildhunger der Kinder entgegen und können nachgespielt werden. Durch das genaue Beobachten kann sich das Kind damit verbinden, es zeigt Interesse und kann die Handlung des Spiels wieder hervorbringen, der Wille wird dadurch angesprochen. Die Kinder sehen den spielenden Erwachsenen, seine Hingabe an das Spiel und werden dadurch angeregt, das Gesehene zuhause nachzuahmen. Diese Spiele dauern etwa 20 Minuten.

Kaffeestube

Die noch kleineren Kinder - unter dem 3. Lebensjahr - können in Begleitung in der Kaffeestube der Schule auf ihre großen Geschwister warten, essen und sich vergnügen.


Karten

Kostenbeitrag: 3 € pro Person,
Tokkelbühne: Kinder 5 €, Erwachsene 6 €

Die Kartenvorbestellung ist eine Woche vor der Veranstaltung unter Tel: (089) 98 28 902 (privat) möglich.

Restkarten sind 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung erhältlich.

Anfahrt
Sie erreichen uns mit den U-Bahnen U3 und U6, Haltestelle Giselastraße. Während der Aufführung gibt es auch Parkmöglichkeiten im Schulhof.

Allgemeines
Alle Menschen, die mit unseren Puppenbühnen verbunden sind als Bühnenbildner, Sprecher, Musiker, Beleuchter, Spieler, Kartenverkäufer und vieles mehr, arbeiten ehrenamtlich. Sie investieren viele hundert Stunden in jede neue Inszenierung.
Mit dem Kostenbeitrag werden die Einrichtung der neuen Spiele (Materialkosten) und die Fortbildung der Puppenspieler finanziert.

Außerdem unterstützen wir jedes Jahr Waldorfeinrichtungen im Ausland, wie z.B. unsere Patenschule in Rom und das Projekt der 11. Klasse zugunsten von Roma-Familien in Rumänien.

Wenn Sie Fragen haben oder das neue Programm als E-Mail erhalten wollen, schreiben Sie bitte an: puppenbuehnen@web.de

Der Puppenspielerkreis an der Rudolf-Steiner-Schule Schwabing

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